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Veredelung für die Zukunft

Glas wird zum innovativen Baustoff: „In Deutschland zu Hause, auf der ganzen Welt präsent.“

Bild oben: (Foto: ©schulzfoto – stock.adobe.com)
Physikalisch be­trachtet ist Glas eine un­terkühlte Flüs­sigkeit. Bei Zim­mertem­per­a­tur ist Glas fest, bei et­wa 1.000 Grad Cel­sius ist Glas form­bar, bei ein­er Tem­per­a­tur von et­wa 1.400 Grad sch­milzt der Werk­stoff. Viele pos­i­tive und nüt­zliche Ei­gen­schaften machen Glas zu in­no­va­tiv­en Glas­faserk­a­beln für die Datenüber­tra­gung, auch der Wand­spiegel, der Glastisch, Mö­bel­stücke aus Glas er­freuen sich großer Be­liebtheit. Im In­ne­naus­bau kom­men neben Fen­stern auch Türen, Glas-Tren­n­wände oder gar Trep­pen aus Glas zum Ein­satz.

In­no­va­tiv auf dem Vor­marsch

(Foto: ©schulzfoto – stock.adobe.com)
(Fo­to: ©schulz­fo­to – stock.adobe.com)

Die Branche ar­beit­et er­fol­greich: „In Deutsch­land zu Hause, auf der ganzen Welt präsen­t“ – dies­er Wahl­spruch gilt nach dem Selb­stver­ständ­nis des Bun­desver­ban­des Glas für viele Un­terneh­men, die im Bereich Glas­bear­bei­tung und -vere­delung tätig sind. Und die sind in­no­va­tiv: Ein neuer Trend ist mit selb­streini­gen­den Gläsern auf dem Vor­marsch. Sie ver­fü­gen auf der Außen­seite über eine Beschich­tung, durch die das Wass­er fast rück­s­tand­s­los abläuft und dabei noch Sch­mutz aufn­immt. Weniger Reini­gungsaufwand ist der Ef­fekt dies­er En­twick­lung. Sie macht es möglich, dass aus einem ein­fachen Glas ein hoch spezial­isiertes Glas wird. Das gilt insbe­son­dere auch für Fen­ster­scheiben, die so mit ein­er dün­nen Me­t­allschicht verse­hen wer­den, so­dass sie sich zu Wärmedäm­mgläsern mausern. Aber auch die Funk­tio­nen Schallschutz und Sicher­heit lassen sich bestens in ein Isolier­glas in­te­gri­eren. Be­haglichkeit, nie­drige Heizkosten, Ruhe und Sicher­heit überzeu­gen dabei. Dank sein­er be­son­deren Ei­gen­schaften ist mod­ernes Wärmedäm­m­glas fast so dicht wie eine Wand, spart En­ergie und er­höht gleichzeitig den Wohn- und Ar­beit­skom­fort.

Beschich­tung­stech­nolo­gie Zukunft­s­the­ma

(Foto: ©Ingo Bartussek – stock.adobe.com)
(Fo­to: ©In­go Bar­tussek – stock.adobe.com)


„Man kann sich Wärmedäm­m­glas wie ein gutes Es­sen vorstellen: Mehrere hoch­w­ertige Kom­po­nen­ten, die gekon­nt mitei­nan­der kom­biniert wer­den, ergeben ein Pro­dukt, das in jed­er Hin­sicht zufrie­den­stellt“, erk­lärt Jochen Gröne­gräs, Geschäfts­führ­er der Gütege­mein­schaft Mehrscheiben-Isolier­glas (GMI). Im Falle von Wärmedäm­m­glas sind dies üblicher­weise zwei oder drei Glasscheiben, hoch­ef­fiziente Beschich­tun­gen aus Edel­me­t­all, Fül­lun­gen mit Edel­gasen und mod­erne Ab­s­tand­hal­ter, die die Kälte wirk­sam von der rau­min­neren Glasscheibe fern­hal­ten. „Um in den Genuss dies­er Ver­gla­sun­gen zu kom­men, kön­nen en­twed­er die al­ten Fen­ster aus­ge­tauscht wer­den oder die al­ten, aber noch guten Rah­men bekom­men ohne viel Aufwand eine neue Ver­gla­sung“, so Gröne­gräs. Stand der Tech­nik beim neuen Fen­ster sind mittler­weile drei Scheiben.

Auf den Son­nen­schutz acht­en


Beim Ein­bau neuer Fen­ster oder neuer Ver­gla­sun­gen sollte man im­mer auch gleich auf ei­nen geeigneten Son­nen­schutz acht­en, emp­fiehlt die Gütege­mein­schaft. Denn gutes Wärmedäm­m­glas holt die Son­nen­wärme herein und hält sie im Raum – ein Ef­fekt, der in den kühlen Jahreszeit­en er­wün­scht ist, im Som­mer je­doch unan­genehm wer­den kann. „Hi­er helfen Son­nen­schut­zlö­sun­gen wie z.B. Son­nen­schutz­glas, das bis zu 80 Prozent der so­laren En­ergie ab­fan­gen kan­n“, weiß Gröne­gräs. Rol­l­lä­den oder Fen­ster-Markisen haben bald ausge­di­ent. Mod­ern­er Son­nen­schutz befin­d­et sich künftig auf dem Glas oder im Scheiben­zwischen­raum.
Rein­hold Häken | re­dak­tion@­sued­west­falen-ma­n­ag­er.de

Ausgabe 06/2017