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Business

Nahbar, emotional, kampfbetont

Die Handballabteilung des TUSEM Essen hat sich im Revier als starke Marke etabliert. Dank ebenso familiärer wie professioneller Strukturen stehen Fans und Sponsoren gleichermaßen hinter dem Traditionsverein.

Bild oben: Marketingmanagerin Lina Heintschel
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Essen­er Hand­ball­fans jen­seits der 30 wer­den sich noch mit Freude an den 1. Ju­ni 1986 erin­n­ern: Tausende pil­gerten da­mals auf den Markt­platz im Stadt­teil Mar­garethen­höhe, um die er­ste Deutsche Meis­ter­schaft ihres TUSEM zu feiern. Der eine oder an­dere stolze An­hänger ah­nte ver­mut­lich, dass die Man­nen des Tra­di­tionsvereins mit dem Titel­gewinn eine neue Ära ein­läuten wür­den. Im­mer­hin fol­gte für die Es­sen­er ein gol­d­enes Jahrzeh­nt mit zwei weit­eren Meis­ter­schaften, drei Pokal- und zwei Eu­ro­pa­pokalsie­gen. In dies­er Zeit er­langte TUSEM nicht nur eu­ro­paweite Bekan­n­theit, son­dern en­twick­elte sich auch zu ein­er starken Marke und einem sportlichen Aushängeschild der Stadt. Ver­lassen kann sich das Team auch heute auf seine treuen Fans, die in der Heim­stätte „Am Hal­lo“ für Stim­mung sor­gen. Rund 1.800 Zuschauer feuern die Mann­schaft bei je­dem Heim­spiel im Durch­sch­nitt an; zu­dem ver­fol­gen über 7.000 Face­book-Fol­low­er stetig das Gesche­hen rund um ihren Lie­blingsverein. Dabei hat die Hand­bal­labteilung, die 2000 aus dem Turn- und Sportverein Es­sen-Mar­garethen­höhe e. V. aus­geglied­ert wurde, be­wegte Jahre hin­ter sich: Kurz nach­dem das Team 2005 erneut den EHF-Pokal gewin­nen kon­nte, wurde TUSEM we­gen fi­nanzieller Probleme die Lizenz für die er­ste Bun­des­li­ga ent­zo­gen. Die Mann­schaft kämpfte sich je­doch in­n­er­halb von zwei Jahren von der Re­gio­n­al­li­ga zurück ins Ober­haus.

Einzi­gartige Ju­gen­dar­beit

Marketingmanagerin Lina Heintschel
Mar­ket­ing­ma­n­agerin Li­na Heintschel

2009 fol­gte der zweite in­sol­venzbe­d­ingte Ab­stieg. „An­sch­ließend haben wir neue Struk­turen geschaf­fen, um den Verein auf wirtschaftlich ge­sunde Beine zu stel­len“, sagt Mar­ket­ing­ma­n­agerin Li­na Heintschel von Heinegg. Die­s­es Vorhaben kon­nte insbe­son­dere durch eine ein­ma­lige Nach­wuch­sar­beit er­reicht wer­den, die sicht­bare Früchte trägt: „Jedes Jahr in­te­gri­eren wir mehrere Spiel­er aus der A-Ju­gend in das Zweit­li­gateam. In dies­er Sai­son sind in unser­er er­sten Mann­schaft elf Jungs vertreten, die wir selbst aus­ge­bildet haben.“ Im aktuellen DKB-Hand­ball-Bun­des­li­ga-Rank­ing der Clubs mit der besten Nach­wuch­sar­beit in Deutsch­land belegt TUSEM so­gar den drit­ten Platz. Da die meis­ten Spiel­er somit aus dem Ruhrge­bi­et stam­men, iden­ti­fizieren sich die Men­schen in der Re­gion be­son­ders stark mit der Mann­schaft. „Unsere Fans ken­nen die Spiel­er, die alle neben der Pro­fikar­riere einem reg­ulären Job nachge­hen, per­sön­lich.“ Ger­ade diese Nah­barkeit zeich­net den Hand­ball aus. De­shalb konzen­tri­eren sich viele Un­terneh­men nicht mehr aussch­ließlich auf das Spon­sor­ing von Fußball­clubs, son­dern setzen zuneh­mend auf den emo­tio­nalen und kampf­be­ton­ten Hand­ball­s­port, der durch seine Kom­plex­ität eine für re­gio­nale Fir­men in­teres­sante Ziel­gruppe an­spricht.

Spon­soren­zahl steigt

Simon Keller beim Spiel TUSEM gegen den TUS N-LÜBBECKE
Si­mon Keller beim Spiel TUSEM ge­gen den TUS N-LÜBBECKE


Beim TUSEM wird zu­dem die Kom­bi­na­tion aus famil­iären Struk­turen und Pro­fes­sio­n­al­ität geschätzt. So kon­nte die Zahl der Spon­soren seit 2008 von 35 auf 75 wach­sen – Ten­denz stei­gend. „Wert le­g­en wir dabei auf den Net­zw­erkge­danken: Uns­er Ziel ist es, je­dem Spon­sor durch eine um­fassende, kont­inuier­liche Be­treu­ung ei­nen Mehr­w­ert zu bi­eten. Auf je­den Part­n­er ge­hen wir in­di­vi­du­ell ein.“ So ist es dem Verein gelun­gen, sich fi­nanziell und sportlich zu sta­bil­isieren. 2012 ge­lang zwischenzeitlich der Auf­stieg in die er­ste Li­ga; seit der Sai­son 2013/14 spielen die Es­sen­er kon­s­tant in Li­ga zwei. „Mit­tel­fristig möcht­en wir wied­er auf­stei­gen“, ver­rät die Mar­ket­ing­ma­n­agerin. In­n­er­halb der näch­sten fünf Jahre sollen die fi­nanziellen Struk­turen geschaf­fen wer­den, damit es auf der Mar­garethen­höhe schon bald wied­er ei­nen sportlichen Grund zum Feiern gibt.

Kontakt

Kontaktdaten
TUSEM Sport und Marketing GmbH
Steile Str. 50 · 45149 Essen
Telefon: 0201/749383-0 · Telefax: 0201/749383-21
info@tusemessen.de · www.tusemessen.de

Ausgabe 02/2017



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Justin Mürköster  beim Spiel - TUSEM gegen die DJK RIMPAR WÖLFE
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