Doppelt heiß und voller innovativer Perspektiven

Die contemporary art ruhr (C.A.R.) 2010 machte im Juli Lust auf Teil II im Oktober

Silvia Sonnenschmidt und Thomas Volkmann hatten im Vorfeld nicht zu viel versprochen – diese Kunstmesse war wirklich heiß. Und zwar gleich in doppelter Hinsicht: Das erste Wochenende im Juli trieb die Thermometer in Höhen, die man hierzulande schon fast als Fotomontagen verspottet hätte, wäre so ein Bild vor einigen Jahren zu sehen gewesen. Die alten Gemäuer des ehemaligen Salzlagers sowie die riesigen Kohle-Trichter der Mischanlage in der Kokerei Zollverein konnten da nur sehr wenig Linderung gegen den strahlenden Sommer-Sonnenschein aufbieten. Umso beeindruckender klingt das Resultat von Teil I des ultimativen Kunst-Events, das dortselbst stattfand – die contemporary art ruhr (C.A.R.). ...

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Erfolgreiche REVIER STARS

1.700 b2d Messebesucher trotzten der tropischen Hitze

Trotz des hitzebedingten Besucherrückganges zeigten sich mehr als zwei Drittel der Aussteller zufrieden mit dem Verlauf der b2d in der VELTINS Arena Gelsenkirchen. Rund 1.700 hochwertige Fachbesucher fanden den Weg in die angenehme und deutlich kühlere Arena. Rund 500 Gäste blieben auch am ersten Messeabend, um einen gelungenen Auftakt mit leckerem Büffet, guten Cocktails und einer erstklassigen Live-Band „Beat Brothers“ ausklingen zu lassen.
Die Meisten, der mehr als 200 Aussteller aus Industrie, Produktion, Handel und unternehmensnahen Dienstleistungen, konnten aufgrund ihrer guten Messevorbereitung mit erstklassigen Kontakten und sehr guten Aussichten auf Neugeschäfte ihre Präsenz auf der b2d bestätigen. ...

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„Gute Kunst ist in aller Regel nichts Liebliches.“

Kunst und Wein haben etwas gemeinsam: Mit zunehmender Kenntnis ändert sich der Geschmack. Warum das so ist, erklärt Dr. Tayfun Belgin,Direktor des Karl Ernst Osthaus-Museums.

Das Interesse an moderner Kunst ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Nicht zuletzt, weil immer mehr Menschen sie als Wertanlage für sich entdeckten. Für manche Werke hochgehandelter Künstler wurden in den Auktionshäusern Rekordsummen erzielt – bis die Wirtschaftskrise durchschlug und den Markt wieder auf ein gesundes Maß regulierte. Davon abgesehen, dass sich Kunst als Investitionsgut für den Normalverbraucher ohnehin nicht eignet – zu unsicher, zu unberechenbar – kann man die Werke auch ohne Millionen auf dem Konto genießen. Auch in unserer Region ist die Bandbreite an Kunstschaffenden, Galerien und Museen groß. Wie das „System Kunst“ funktioniert, ein Verständnis für zeitgenössische Kunst entstehen kann und anhand welcher Merkmale man gute und schlechte Kunstwerke identifizieren kann – darüber sprachen wir Dr. Tayfun Belgin, dem Direktor des Karl Ernst Osthaus-Museums in Hagen.
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Wa(h)re Kunst

Wie die Preisbildung für Kunstwerke funktioniert

„Heutzutage kennt ein Mensch von allen Dingen den Preis und von keinem den Wert“. Das Zitat von Oscar Wilde passt ganz besonders gut auf die Kunst. Gerade für Kunst-Laien ist vor allem völlig undurchsichtig, wie der Kunst-Preis bestimmt wird. Einer, der sich seit Jahren in der Kunstszene tummelt ist Reinhard Wiesemann, Gründer des Unperfekthauses in Essen, das unter anderem Künstlern Räume zur Verfügung stellt, wo sie experimentieren und arbeiten können – und zwar ganz ohne den Druck, mit ihren Werken gleich Geld verdienen zu müssen. Wiesemann ist der Meinung, dass Käufer und Künstler entscheiden, ob ein Werk seinen Preis wert ist. „Ich glaube, Künstler kalkulieren ihre Preise sehr nach Gefühl und Begeisterung. ...

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