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Titelstory

„Es boomt weiter.“

Essens Immobilienmarkt boomt ungebrochen. Dabei konstatiert die Sparkasse Essen einen wachsenden Trend zur Revitalisierung.

Bild oben: Günter Bergmann, Wilhelm Meier-Ebbers und Volker Behr präsentierten Ideen zur Ertüchtigung von Immobilien in Wort und Bild
Pas­send zum Im­mo­bilien­markt-Woch­e­nende der Sparkasse Es­sen am 23. und 24. Septem­ber 2017 präsen­tierte Vor­s­tandsvor­sitzen­der Volk­er Behr ge­mein­sam mit Gün­ter Berg­mann, Geschäfts­führ­er der S-Im­mo­bilien GmbH, Ein­schätzun­gen des Marktes und er­ste Aus­blicke auf die kom­men­den Woh­n­trends Es­sen: „Es boomt weit­er.“ So wur­den in dies­er Stadt in den let­zten fünf Jahren laut aktuellem Grund­stücks­markt­bericht sage und schreibe rund 19.000 „woh­n­wirtschaftlich genutzte Im­mo­bilien“ verkauft. Mit 1.038 Mil­lio­nen Eu­ro über­stieg das Ge­samt­in­vest­ment für den Er­werb von Im­mo­bilien 2016 er­st­mals die Schall­grenze von ein­er Mil­liarde Eu­ro. Der An­stieg der Zahl der Kaufverträge um 6,7 Prozent be­deutete dabei gar eine Steigerung des Tran­sak­tionsvol­u­mens um 26,6 Prozent. Im Sch­nitt wur­den im Vor­jahr rund 262.000 Eu­ro für jede Im­mo­bilien­tran­sak­tion bezahlt. (2015 noch 221.000 Eu­ro).

Mark­tüber­blick durch einge­hende Be­w­er­tung

Günter Bergmann, Wilhelm Meier-Ebbers und Volker Behr 
präsentierten Ideen zur Ertüchtigung von Immobilien in Wort und Bild
Gün­ter Berg­mann, Wil­helm Mei­er-Eb­bers und Volk­er Behr präsen­tierten Ideen zur Ertüch­ti­gung von Im­mo­bilien in Wort und Bild
Gün­ter Berg­mann und sein Team der Sparkassen-Im­mo­bilien­tochter ver­mit­tel­ten 411 der im Jahr 2016 in Es­sen ins­ge­samt verkauften 3.956 Im­mo­bilien im Ge­gen­w­ert von 111 Mil­lio­nen Eu­ro (2015: 104 Mil­lio­nen). Zur Fi­nanzierung von Im­mo­bilien nimmt die Sparkasse Es­sen jähr­lich rund 450 Mil­lio­nen Eu­ro in die Hand – nicht ohne vorher jedes Ob­jekt ein­er einge­hen­den Be­w­er­tung zu un­terzie­hen. Von die­sem in die Tiefe ge­hen­den Mark­tüber­blick des In­sti­tuts pro­f­i­tieren laut Volk­er Behr im­mer mehr auch die Verkäufer und Käufer. Die Qua­drat­me­ter-Preise von Be­s­tands-Im­mo­bilien lie­gen durch­sch­nittlich bei 1.650 Eu­ro bei den Woh­nun­gen; bei Häusern im Sch­nitt um die 2.100 Eu­ro. Für Neubaut­en sind selbst in „ein­fachen La­gen“ schon 3.000 Eu­ro pro Qua­drat­me­ter zu in­vestieren, in ge­hobeneren La­gen sollte man mit 3.500 bis 4.000 Eu­ro pro Qua­drat­me­ter kalkulieren. Allerd­ings soll­ten Neubau-Ob­jekte we­gen heute höher­er Bau­s­tan­dards, we­gen nie­drigerem En­ergie­ver­brauch und viel­er an­der­er As­pekte in ihr­er Preis­ges­tal­tung generell nicht mit Ge­brauch­tim­mo­bilien ver­glichen wer­den, so Vor­s­tandsvor­sitzen­der Volk­er Behr in einem zusam­men­fassen­den Rund­blick. Auch ist bei Durch­sch­nitt­szahlen unbe­d­ingt das Ein­fließen von in­sti­tu­tionellen Großin­vest­ments und Einzelkäufen nebenei­nan­der im­mer zu berück­sichti­gen. „Der heimische Im­mo­bilien­markt boomt, ähn­lich wie in an­deren ur­ba­nen Re­gio­nen. Wir hal­ten deswe­gen den Hin­weis der deutschen Bun­des­bank von Ende Au­gust 2016 für richtig, der Preisan­stieg seit 2010 sei et­wa mit 50 % zu bez­if­fern und habe so in deutschen Städten zu Über­be­w­er­tun­gen von 15 bis zu 30 Prozent ge­führt. Allerd­ings se­hen wir in Es­sen lediglich bei Mehr­fam­i­lien­häusern (als An­la­geob­jekte) eine Über­be­w­er­tung. Klar ist aber auch: Die Preise sind auch ohne Über­be­w­er­tung hoch“, er­läuterte Sparkassen-Chef Behr.

Trend zur Re­vi­tal­isierung

Wie sich auch auf dem Im­mo­bilien­markt-Woch­e­nende der Sparkasse Es­sen zeigte, ste­ht das The­ma Re­vi­tal­isierung bei vielen Im­mo­bilienei­gen­tümern hoch im Kurs. „Im­mer mehr Es­sen­er suchen nicht unbe­d­ingt et­was Neues, son­dern schauen sich sehr ge­nau an, welche Chan­cen und Möglichkeit­en ihre Be­s­tands-Im­mo­bilien bi­eten“, analysierten Behr und Berg­mann ge­mein­sam. Die Vorteile lie­gen auf der Hand: Aus­gaben für Mak­ler­pro­vi­sion, No­tari­at, Grun­der­werb­s­teuer, ggf. Bo­dengu­tacht­en, Vermes­sungs­ge­bühren etc. ent­fall­en.
Die­s­es wach­sende In­teresse spiegelte sich auch im Im­mo­bilien­markt-Rah­men­pro­gramm der Sparkasse Es­sen wider: Noch stärk­er als in den Vor­jahren stell­ten sich Baus­pezial­is­ten und Fach­hand­w­erk­er in Vorträ­gen und Work­shops vor, um ihr Wis­sen und Kön­nen in Sachen Wert­er­halt und Woh­n­w­ert­steigerung prax­is­nah zu präsen­tieren. Das kann im Bau­vorschriften-Dschun­gel bares Geld be­deuten, z.B. bei der For­mulierung von Förder­an­trä­gen.

Ausgabe 08/2017