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Überschüssige Wärme effizient nutzen

Für einen Asphalthersteller entwickelte Hartwig & Schwibbe ein wegweisendes Pilotprojekt: Das Dortmunder Traditionsunternehmen realisierte eine Wärmerückgewinnungsanlage in Modulbauweise.

Bild oben: Mithilfe eines Rauchgaswärmetauschers kann Wärmeenergie, die ansonsten ungenutzt bleiben würde, über den Wärmeträger Wasser für Produktionszwecke teilweise wiederverwendet werden (Quelle: Hartwig & Schwibbe GmbH)
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„Vor großen Her­aus­forderun­gen ist uns nicht bange“, sagt Tim Wage­mann, Geschäfts­führ­er der Hartwig & Sch­wibbe GmbH, voller Überzeu­gung. „Im Ge­gen­teil: Uns­er Ziel ist es, für jede Auf­gabe die op­ti­male Lö­sung zu fin­d­en – sei sie noch so knif­flig.“ In die­sem Sinne wagten sich die Heizungs-, Sanitär- und Lüf­tung­s­ex­perten des Dort­mun­der Tra­di­tion­sun­terneh­mens im Ju­ni 2014 an ei­nen be­son­ders an­spruchsvollen Auf­trag: Für den Straße­nas­phalther­steller Dort­mun­der Gußas­phalt GmbH (DGA) en­twick­elte das Team eine Wärmerück­gewin­nungsan­lage in Mo­d­ul­bauweise und schuf damit ein einzi­gartiges Pi­lot­pro­jekt.

20.000 Liter Öl pro Woche

Mithilfe eines Rauchgaswärmetauschers kann Wärmeenergie, die ansonsten ungenutzt bleiben würde, über den Wärmeträger Wasser für Produktionszwecke teilweise wiederverwendet werden (Quelle: Hartwig & Schwibbe GmbH)
Mithilfe eines Rauch­gaswärme­tausch­ers kann Wärmeen­ergie, die an­son­sten un­genutzt bleiben würde, über den Wärmeträger Wass­er für Pro­duk­tion­szwecke teil­weise wied­erver­wen­det wer­den (Quelle: Hartwig & Sch­wibbe GmbH)
„Die Her­stel­lung von Straße­nas­phalt er­fordert ei­nen ex­trem ho­hen En­ergieaufwand“, erk­lärt Hartwig & Sch­wibbe-Be­trieb­sleit­er Michael Plücke­baum. Bish­er ver­brauchte DGA rund 20.000 Liter Öl pro Woche und pro­duzierte dabei enorme Men­gen an über­schüs­siger, un­genutzter En­ergie. „Um den ho­hen En­ergieaufwand zu senken, haben wir unserem Kun­den emp­fohlen, eine Wärmerück­gewin­nungsan­lage zu in­s­tal­lieren, mit der sich die Ab­wärme di­rekt und sin­n­voll den Prozessen der Pro­duk­tion wied­er zuführen lässt.“ Zwei Jahre lang tüftel­ten die Spezial­is­ten an einem in­no­va­tiv­en Konzept. „Dabei mussten wir die be­son­deren An­forderun­gen des DGA-Be­triebs­gelän­des, der Wärmeträger­ma­te­rialien und der ho­hen Tem­per­a­turen berück­sichti­gen.“ Im Juli 2016 kon­nte das Team sch­ließlich mit dem Auf­bau be­gin­nen. Zunächst in­s­tal­lierten die Dort­mun­der ei­nen Rauch­gaswärme­tausch­er in Verbin­dung mit ein­er neuen Kam­i­nan­lage. Die im Heizungs­rauch befind­liche Wärmeen­ergie (an­son­sten un­genutzt) wird über ein Reg­is­ter geleit­et und eben­falls über den Wärmeträger Wass­er für Pro­duk­tion­szwecke teil­weise wied­erver­wen­det.

Puf­fer­speich­er für Prozess­wärme

Ein Pufferspeicher mit einem Fassungsvermögen von 18.000 Litern kann anfallende Prozesswärme aufnehmen und zur Wiederverwendung bereitstellen (Quelle: Hartwig & Schwibbe GmbH)
Ein Puf­fer­speich­er mit einem Fas­sungsver­mö­gen von 18.000 Litern kann an­fal­l­ende Prozess­wärme aufneh­men und zur Wied­erver­wen­dung bere­it­stellen (Quelle: Hartwig & Sch­wibbe GmbH)

Darüber hi­naus wurde ein Puf­fer­speich­er mon­tiert, in dem über­schüs­sige Wärme „ge­park­t“ wer­den kann: Mit ein­er Höhe von 4,21 Me­tern, einem Durchmess­er von 2,60 Me­tern und einem Fas­sungsver­mö­gen von 18.000 Litern kann der 1,6 Ton­nen sch­were Koloss an­fal­l­ende Prozess­wärme aufneh­men und zur Wied­erver­wen­dung bere­it­stellen. „Eine be­son­dere Her­aus­forderung stellte für uns der Ther­malöl-Kreis­lauf der Pro­duk­tionsstätte dar: Der ho­he Tem­per­a­tu­run­ter­schied zwischen Ther­malöl (190 °C) im Pro­duk­tions­bereich und unserem Wärmeträger Wass­er (80 °C) musste berück­sichtigt wer­den. Außer­dem bildet Ther­malöl zusam­men mit Wass­er eine ex­plo­sive Mischung“, so Plücke­baum. Das Team hat de­shalb ei­nen weit­eren Wärme­tausch­er im Fir­menge­bäude mon­tiert. Der Clou: Die ver­wen­de­ten En­ergi­eträger Ther­malöl und Wass­er durch­laufen das Gerät kom­plett ge­tren­nt vonei­nan­der. „Wir woll­ten dann noch ei­nen Schritt weit­erge­hen und haben ein Block­heizkraftw­erk (BHKW) ge­baut, mit dem uns­er Kunde selbst Strom erzeu­gen kann.“ Seit der In­be­trieb­nahme der An­lage am 30. Jan­uar wer­den somit nicht nur Res­sour­cen ges­chont, für den Kun­den ergibt sich eine er­he­bliche Kosten­ers­par­nis: „Die In­vesti­tion in die An­lage amor­tisiert sich nach drei Jahren.“ Außer­dem ver­fügt die An­lage über eine einzi­gartige Ei­gen­schaft: Flex­i­bil­ität. „Das Pro­jekt wurde zwar speziell auf den Dort­mun­der Stan­dort unseres Kun­den aus­gerichtet, aber dank der mo­d­u­laren Bauweise lässt sich die An­lage ganz ein­fach ab­bauen, tran­s­portieren und für an­dere Werke oder An­wen­dun­gen nutzen.“
Breites Leis­tungsspek­trum
Ger­ade diese maßgesch­nei­derten Lö­sun­gen schätzen die Kun­den an Hartwig & Sch­wibbe – und zwar bei je­dem Auf­trag. Dabei ist das Leis­tungsspek­trum bre­it ge­fächert: Von der Heizungs- über die Wass­er-, Sanitär-, Lüf­tungs- und Kli­mat­ech­nik bis zum Gaslei­tungsser­vice deck­en die Ur-Dort­mun­der ver­schie­dene Auf­gaben­bereiche in Pri­vat-, Gewerbe- und In­dus­trieim­mo­bilien ab. Ihre Auf­tragge­ber pro­f­i­tieren zu­dem vom breit­en Er­fahrungsschatz des Teams. Im­mer­hin lie­gen die Wurzeln des Un­terneh­mens in den frühen 1950er-Jahren: Die Fir­ma en­twick­elte sich im Laufe der Zeit vom Koh­le-, Baustoff- und Heizöl-Lie­fer­an­ten zu einem Heizungs- und Sanitär­spezial­is­ten für die Woh­nungswirtschaft. Der heutige geschäfts­führende Ge­sellschafter Tim Wage­mann über­nahm Hartwig & Sch­wibbe sch­ließlich im Jan­uar 2011 und baut das Leis­tungs­port­fo­lio sei­ther kont­inuier­lich aus: „Wir haben uns zuneh­mend auf In­dus­trie, Han­del und Gewerbe aus­gerichtet und uns de­ment­sprechend ver­größert.“ So ist das Team in den ver­gan­ge­nen sechs Jahren von 28 auf 52 Mi­tar­beit­er gewach­sen. Heute wer­den vom Ein­fam­i­lien­haus bis zum In­dus­triekom­plex Aufträge jed­er Größenord­nung abgewick­elt. Nach wie vor liegt aber auch auf dem Woh­nungs­markt ein Sch­w­er­punkt. „Uns­er Steck­enpferd ist die Sanierung von Woh­nun­gen im be­woh­n­ten Zu­s­tand, bei der die Be­las­tung für den Mi­eter bis auf ein Min­i­mum re­duziert wird.“ Egal, ob es um den Bau eines bar­ri­ere­freien Bads für den Pri­vatkun­den oder um die Mod­er­nisierung kom­plet­ter Straßen­züge ge­ht, Hartwig & Sch­wibbe ist für sämtliche Auf­gaben gerüstet. Nicht um­sonst setzen renom­mierte Woh­nungs­bauge­sellschaften in ganz Deutsch­land auf das Know-how der Dort­mun­der Spezial­is­ten. Dabei ist das Un­terneh­men nicht nur auf den Bau von An­la­gen, son­dern auch auf War­tung und In­s­tand­hal­tung spezial­isiert. In sämtlichen Sparten ver­fügt die Hartwig & Sch­wibbe GmbH zu­dem über ein Net­zw­erk leis­tungss­tark­er Part­n­er aus ver­schie­de­nen Gew­erken, so­dass sie ihren Kun­den ein Run­dum-sor­g­los-Paket an­bi­eten kann. „Wir wollen die per­sön­liche Be­treu­ung eines klei­nen, lokalen Hand­w­erks­be­triebes mit der Leis­tungsstärke eines mit­tel­ständischen Un­terneh­mens verei­nen, um qual­i­ta­tiv hoch­w­ertige Ar­beit und guten Ser­vice lie­fern zu kön­nen“, ver­rät der Geschäfts­führ­er. Als Sch­lüs­sel zum Er­folg sie­ht er in er­ster Linie sein Team: De­shalb legt er großen Wert auf ei­nen per­sön­lichen Um­gang und zufrie­dene Mi­tar­beit­er, die sich am Ar­beit­s­platz wohlfühlen. Ein Be­leg dafür ist die äußerst nie­drige Fluk­tu­a­tion; zahl­reiche Mi­tar­beit­er sind zum Teil schon mehrere Jahrzeh­nte in der Fir­ma tätig. „Außer­dem setzen wir auf stetige Weiter­bil­dung, um sie aktuellen An­forderun­gen ent­sprechend zu schulen.“ Somit gelinge es auch, stets die wichtig­sten En­twick­lun­gen der Branche im Blick zu haben und im­mer auf dem tech­nisch neuesten Stand zu sein. Zu­dem ste­ht ein mod­ern aus­ges­tat­teter Fuhr­park mit 29 Fahrzeu­gen zur Ver­fü­gung. Darüber hi­naus fördert das Un­terneh­men den Nach­wuchs und bildet junge Men­schen aus; derzeit zählen ins­ge­samt fünf Azu­bis zum Team.

Ehr­lichkeit und Qual­ität

Dank der modularen Bauweise lässt sich die Anlage abbauen, transportieren und für andere Werke oder Anwendungen nutzen (Quelle: Hartwig & Schwibbe GmbH)
Dank der mo­d­u­laren Bauweise lässt sich die An­lage ab­bauen, tran­s­portieren und für an­dere Werke oder An­wen­dun­gen nutzen (Quelle: Hartwig & Sch­wibbe GmbH)

In Zukunft möchte die Hartwig & Sch­wibbe GmbH weit­erwach­sen und insbe­son­dere den In­dus­trie- sowie den War­tungs­bereich weit­er aus­bauen. Bei den am­bi­tionierten Zielen vergessen die Ex­perten aber nicht ihre soziale Ve­r­ant­wor­tung: Regelmäßig un­ter­stützen sie kar­i­ta­tive Ein­rich­tun­gen wie Kin­der­glück Dort­mund e.V. oder die Dort­mun­der Tafel mit Spen­den. „Wir möcht­en nicht nur neh­men, son­dern auch geben“, sagt Tim Wage­mann. Dies­er Grund­satz gilt eben­falls für die Kun­den, die sich stets auf das Wort des Chefs ver­lassen kön­nen. „Unsere Philo­so­phie lautet sch­ließlich: ‚Ehr­lichkeit und Qual­ität‘.“

Kontakt

Kontaktdaten
Hartwig & Schwibbe GmbH
Feldstraße 28-34 · 44141 Dortmund
Telefon: 0231/57585-95 · Telefax: 0231/57585-90
service@hartwig-schwibbe.de
www.hartwig-schwibbe.de

Erfahren Sie hier mehr über die Unternehmen:
Hartwig & Schwibbe

Ausgabe 03/2017



WEITERE INHALTE

Quelle: Hartwig & Schwibbe GmbH
Quelle: Hartwig & Schwibbe GmbH
Tim Wagemann, Geschäftsführer von Hartwig & Schwibbe
Tim Wagemann, Geschäftsführer von Hartwig & Schwibbe
Das Traditionsunternehmen wurde in den frühen 1950er-Jahren gegründet (Quelle: Hartwig & Schwibbe GmbH)
Das Traditionsunternehmen wurde in den frühen 1950er-Jahren gegründet (Quelle: Hartwig & Schwibbe GmbH)